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Interview mit Stefan Boes
Herausgeber von KulturLand

artechock
Münchner Kunstmagazin online

Interview mit Christine Walter
Redakteurin bei artechock


Christine Walter
Live

 

 

Wie hat artechock begonnen? Können Sie uns etwas über die Entstehungsgeschichte von artechock erzählen?

Die Entstehung von artechock geht auf Nicole Wallraff zurück. Nicole ist Kunsthistorikerin und machte 1995 ein Praktikum bei einer Internet-Consult Firma. Sie hatte die Idee, Internet mit Kunst und Kultur zu verbinden. Der Chef der damaligen Firma, Stefan Hermeling, war sehr entgegenkommend und sagte, sie könne sich die Leute entsprechend suchen, er würde Sie finanziell unterstützen.

Wo setzen Sie die Schwerpunkte?

Ursprünglich war es so geplant, dass artechock für Film, Theater, Literatur und Kunst zuständig ist. Es ist nur zu artechock-kino und artechock-kunst gekommen. Das sind die Schwerpunkte, die wir weiterhin betreuen.

Wie ist die Resonanz auf artechock?

Es ist immer etwas schwierig mit diesen Zugriffsmeldungen. Man weiß nicht, ob Leute dann wirklich gelesen haben, oder ob das nur ein schneller Blick auf die Seite war. Hier in München haben wir das Gefühl, dass artechock regelmäßig gelesen wird und sich als Programm-Magazin und Datenbank durchgesetzt hat.

Gibt es Vorbilder für artechock oder ist hier in München Pionierarbeit geleistet worden?

Laut Nicole Wallraff hat es eigentlich keine Vorbilder gegeben. artechock wurde damals wirklich ganz neu entwickelt, auch vom Design her. Es hat 1995 noch wenig Kunst-Online-Magazine gegeben. Es war schon neu für München.

Woher haben Sie ihr technisches Knowhow?

Wir hatten vor allem bei artechock-kino einige Aktive, die im Internetbereich hauptberuflich tätig sind. Die haben ihr Wissen an uns weiter gegeben. Wenn jemand bei uns wieder neu anfängt, machen wir gerne eine Einweisung in Dreamweaver, das ist der Editor, mit dem wir arbeiten.

Welche Kosten entstehen bei dem Projekt und wie finanziert sich artechock?

Das ist unser kritischer Punkt. Prinzipiell ist es so, dass wir alle ehrenamtlich arbeiten. Wir haben anfangs die Computer durch die Firma, die auch das Design entwickelt hat, gesponsert bekommen. artechock-kino arbeitet mit anderen Kinos zusammen. So konnten Gelder erwirtschaftet werden, die sie an artechock-kunst weitergegeben haben. Im Augenblick versuchen wir mit der Stadt zu kooperieren. Wir suchen neue Partner, so dass wir zumindest den Programmteil - von dem nun wirklich viele profitieren, u.a. die staatlichen und städtischen Museen - finanziert bekommen.

Gibt es auch die Möglichkeit, sich durch Werbung zu finanzieren?

Bisher haben wir das abgelehnt. Es wäre schön, wenn wir es auch weiterhin ablehnen können.

Vielen Dank für das Gespräch. Hoffentlich bleibt artechock weiterhin ein Schocker, was Qualität und Anspruch betrifft. Es wäre zu begrüßen, dass aus Ehrenämtern bezahlte Arbeitsplätze werden!


Christine Walter

promovierte Kunsthistorikerin, leitende Redakteurin von artechock und Mitarbeiterin der online-Redaktion München.de

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